Markus Söder hat gestern bei Caren Miosga wieder einmal den Vorwurf verbreitet, die AfD wäre „behindertenfeindlich“. In Wahrheit fordert die AfD jedoch eine bessere gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, den Erhalt spezialisierter Förderschulen, eine stärkere Anerkennung häuslicher Pflege durch Angehörige und die Gewährleistung eines möglichst selbstbestimmten Lebens von Behinderten.
Elena Roon erklärt als familien- und behindertenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Was für eine Doppelmoral: Während Söder dieses Narrativ aus Angst, Wähler an die AfD zu verlieren, immerzu wiederholt, planen CDU und CSU mit dem Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) erhebliche Einschnitte für Familien mit behinderten Kindern. Selbst die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern warnen vor Einschränkungen der Verhinderungspflege, höheren Hürden bei Pflegegraden und zusätzlichen Belastungen pflegender Angehöriger. Besonders Familien mit schwerbehinderten Kindern könnten darunter leiden. Während er mit haltlosen Vorwürfen um sich wirft, sollen ausgerechnet bei den Schwächsten unserer Gesellschaft Leistungen gekürzt werden. Das ist keine behindertenfreundliche Politik – das ist Heuchelei auf dem Rücken pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien. Politik muss sich an den Taten messen lassen. Söders Behauptungen sind unseriös, verlogen und falsch. Ich fordere ihn auf, seine Unterstellungen anhand konkreter Aussagen zu belegen oder öffentlich richtigzustellen.“