Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat am 7. Oktober 2026 den vollständigen Rückbau des Kernkraftwerks Isar 2 genehmigt. Die zweite Abbaugenehmigung umfasst insbesondere den Reaktordruckbehälter. Der Antrag lag seit dem 10. Dezember 2024 vor. Das Atomgesetz schreibt zwar den unverzüglichen Rückbau vor, lässt jedoch sachlich begründete Verzögerungen zu. Ob solche Möglichkeiten bestanden, bleibt klärungsbedürftig.
Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:
„Während Deutschland bezahlbare, verlässliche Energie für Industrie und Bürger braucht, wird wertvolle Kraftwerksinfrastruktur weiter abgebaut. Die Union bezeichnet den Atomausstieg selbst als Fehler. Gemeinsam mit der AfD hätte sie im Bundestag rechnerisch die Mehrheit für eine gesetzliche Kurskorrektur. Doch ihre Brandmauer verhindert diese Zusammenarbeit. Wir fordern einen Stopp des Rückbaus und die rechtliche Prüfung einer Wiederinbetriebnahme!“
Gerd Mannes, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher, ergänzt:
„Besonders unverantwortlich verhalten sich die Freien Wähler: Ihr Umweltminister genehmigt die Zerstörung strategischer Infrastruktur und erschwert damit eine spätere notwendige Reaktivierung. Das ist energiepolitisch fatal! Glauber muss offenlegen, wann die Genehmigung entscheidungsreif war und welche rechtmäßigen Möglichkeiten eines Aufschubs bestanden haben oder noch bestehen. Bayern braucht Technologieoffenheit bei der grundlastfähigen Energieversorgung statt vollendeter Tatsachen durch eine Politik der verbrannten Erde!“