Antworten der Staatsregierung auf AfD-Anfragen offenbaren hohe Verwaltungskosten der bayerischen Gamesförderung: Von 2018 bis 2025 wurden 17,86 Millionen Euro Fördermittel ausgezahlt. Gleichzeitig beziffert das Digitalministerium die Verwaltungs- und Beratungskosten auf 2,88 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Prüfungsgebühr der LfA Förderbank von 3 Prozent der Zuwendungssumme. Damit ergibt sich eine Belastung von knapp 20 Prozent des Fördervolumens. Eine von Goldmedia erstellte Branchenstudie bestätigt die Bürokratieprobleme: Unter den bislang nicht geförderten Entwicklern erklärten jeweils 18 Prozent, die Antragstellung sei zu kompliziert bzw. die Förderanforderungen seien zu hoch; 14 Prozent fehlten Kapazitäten für das Verfahren.
Florian Köhler, digitalpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:
„Eine Förderung, bei der die Bürokratie einen erheblichen Teil ihrer Wirkung wieder auffrisst, ist unsinnig. Die Studios brauchen Kapital für Entwickler, Technik und neue Spiele – nicht für Formulare, Nachweise und Bürokratismus. Dass erfolgreiche Antragsteller für die Prüfung ihrer Förderung zur Kasse gebeten werden, setzt dem Ganzen die Krone auf. Die Branche sagt deutlich, dass die komplizierten Verfahren zum Hemmnis werden.
Wir fordern eine radikale Verschlankung der Gamesförderung: Die Prüfungsgebühr muss abgeschafft, das Antrags- und Nachweisverfahren vereinfacht und die Förderverwaltung auf ihre tatsächlichen Kosten überprüft werden. Fördergeld muss bei den Studios ankommen und darf nicht in der Bürokratie versickern.“