Einem 14-jährigen Gymnasiasten aus dem Landkreis Dachau droht ein Bußgeld, weil er einem verpflichtenden Workshop zu „Geschlechterrollen und Geschlechtsidentität“ fernblieb. Die zuvor gestellten Fragen seiner Eltern zur Neutralität, zum Überwältigungsverbot und zu den Unterrichtsmaterialien blieben nach deren Angaben weitgehend unbeantwortet.

Franz Schmid, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Es ist vollkommen unverhältnismäßig, einen 14-Jährigen mit einem Bußgeldverfahren zu überziehen, weil seine Eltern begründete Bedenken gegen eine ideologische Pflichtveranstaltung hatten. Schulen müssen politische und gesellschaftliche Kontroversen ausgewogen behandeln. Das gilt ebenso für externe Träger. Wer einen politisch eindeutig positionierten Verein in den Unterricht holt, muss vollständige Transparenz über Inhalte, Methoden und Materialien herstellen. Geschieht das nicht, wird der staatliche Bildungsauftrag zur ideologischen Einflussnahme missbraucht.“

Elena Roon, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:

„Die Eltern haben verantwortungsvoll gehandelt: Sie haben nachgefragt, ihre Sorgen sachlich vorgetragen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Dafür darf nicht ihr minderjähriges Kind bestraft werden. Die Staatsregierung muss das Verfahren unverzüglich stoppen und sicherstellen, dass Eltern bei weltanschaulich umstrittenen Veranstaltungen frühzeitig informiert und ernst genommen werden. Parteiische Vereine dürfen keinen verpflichtenden Zugang zu bayerischen Klassenzimmern erhalten.“