Die AfD-Fraktion hat einen Antrag zum Thema „Mercosur-Abkommen verhindern – Bayerische Landwirte und südamerikanische Ökosysteme vor negativen Auswirkungen der Freihandelsverträge schützen“ im Bayerischen Landtag eingebracht (Drs. 19/9820). Darin fordert sie die Staatsregierung auf, sich auf EU-Ebene gegen die Ratifizierung bzw. für Nachverhandlungen des EU-Mercosur-Abkommens einzusetzen. Es muss sichergestellt werden, dass alle Importe aus Mercosur-Staaten unseren strengen Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzstandards entsprechen.
Ralf Stadler erklärt dazu als landwirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Am 17. Januar 2026 wurde das Mercosur-Abkommen unterzeichnet. Bis zu seiner vollständigen Anwendung gilt seit dem 1. Mai ein Interimsvertrag, der umfassenden Freihandel ermöglicht. Kaum war dieser angelaufen, erschütterte ein Antibiotika-Skandal in der brasilianischen Rindermast die Öffentlichkeit.
In Südamerika gelten andere Regeln. In Bayern und Deutschland haben wir höhere ökologische und gesundheitliche Standards. Unsere Landwirte werden durch die südamerikanische Konkurrenz, die unter anderen Bedingungen produziert, starkem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Hinzu kommen extreme Energiepreise, hohe Lohnkosten, umfangreiche Dokumentationspflichten und zahllose Vorgaben aus Brüssel. Wer den europäischen Landwirten strengste Standards bei Pflanzenschutz, Tierhaltung und Umweltschutz auferlegt, muss diese auch bei importierten Lebensmitteln sicherstellen. Sonst wird unsere Landwirtschaft massiv benachteiligt.
Wir fordern faire Wettbewerbsbedingungen. Unsere Landwirte dürfen nicht zu den Verlierern internationaler Handelspolitik werden! Die AfD steht an der Seite unserer Bauern.“