Der Bayerische Rundfunk behauptet unter Berufung auf eine vom Bundesarbeitsministerium beauftragte Prognos-Modellrechnung, jeder Tag mit Temperaturen über 30 Grad verursache der bayerischen Wirtschaft Schäden von 73 Millionen Euro. Allerdings beruhen 97 Prozent der errechneten Kosten auf geschätzten Produktivitätsverlusten; nur 3 Prozent entfallen auf Arbeitsausfälle und Unfälle. Unberücksichtigt bleiben die Schäden kalter Winter und die Vorteile milderer Übergangsperioden. Prognos stützt sich auf RCP8.5 bzw. SSP5-8.5 – ein Extremszenario, den selbst der IPCC nicht als realistisch ansieht.

Oskar Lipp, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Der BR verkauft eine Modellrechnung wie eine volkswirtschaftliche Schadensbilanz. Das ist Klimapanik mit wissenschaftlichem Anstrich. Wer nur heiße Sommertage herausgreift, aber Frost, Schnee, Glätte, Heizbedarf und winterliche Produktionsausfälle ignoriert, betreibt Stimmungsmache. Wir fordern eine Ganzjahres-Nettobilanz: mit Sommerhitze, Winterkälte, Anpassungsmaßnahmen, Nachholeffekten und Vorteilen milder Übergangszeiten. Zudem müssen alle Modellannahmen, Unsicherheitsbandbreiten und Auftraggeber-Interessen ausgewiesen werden.“

Gerd Mannes, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:

„Prognos wird oft von Ministerien und staatsnahen Einrichtungen beauftragt und unterstützt die Diversity- und Inklusionsagenda. Das macht eine kritische Prüfung der Fragestellungen und Empfehlungen notwendig. Wer mit öffentlichen Aufträgen arbeitet und weltanschaulich Position bezieht, ist kein neutraler Schiedsrichter.

Schluss mit der staatlichen Finanzierung klimapolitischer Alarmstudien! Steuergeld darf nicht für spekulative Modellrechnungen verwendet werden, die Subventionen und Verbote rechtfertigen.“