Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag fordert in einem Antrag (Drs. 19/12251) die Beteiligung des Freistaats an KNDS Deutschland, vormals Krauss-Maffei Wegmann, bzw. eine vergleichbare Sicherungsstruktur für den Standort München-Allach. Die Finanzierung wäre möglich: Mit unserem alternativen Staatshaushalt 2026/2027 könnten 3,4 Milliarden Euro jährlich eingespart werden. Zugleich soll die Staatsregierung darauf drängen, dass die Bundesregierung am KNDS-Einstieg festhält.

Laut Presseberichten sollen Deutschland und Frankreich künftig jeweils 40 Prozent an KNDS halten. Die Bundesbeteiligung ist aber nicht endgültig garantiert. Aufgrund möglicher Verkäufe und Börsengänge könnten bis zu 60 Prozent an ausländische Investoren fallen.

Oskar Lipp, industriepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt:

„Bayern darf nicht zusehen, wie Filetstücke unserer Hochtechnologieindustrie ausverkauft werden. KNDS ist ein Schlüsselunternehmen für München, für bayerische Zulieferer, für Arbeitsplätze und technologische Souveränität. Deshalb muss der Freistaat eine eigene strategische Beteiligung oder eine vergleichbare Sicherungsstruktur prüfen. München-Allach muss als wehrtechnischer Hochtechnologiestandort erhalten und weiter ausgebaut werden.“

Dieter Arnold ergänzt als verteidigungspolitischer Sprecher:

„KNDS baut zentrale Systeme für die Bundeswehr. Wenn sich die bisherigen deutschen Eigentümer zurückziehen, dürfen deutsche Entscheidungsrechte nicht geschwächt werden. Der Bund muss bei seinem Einstieg bleiben und diesen mit echten Kontroll- und Vetorechten absichern. Wir brauchen klare deutsche Entscheidungsrechte, Schutz für den Standort Bayern und eine aktive Rolle der Staatsregierung.“