Katrin Ebner-Steiner, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ist gestern auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland zur stellvertretenden Bundessprecherin gewählt worden. Mit diesem Amt zieht die bayerische Fraktionschefin in den neuen Bundesvorstand ein und nimmt künftig direkten Einfluss auf die strategische Ausrichtung und die Arbeit der Gesamtpartei.

Die Wahl unterstreicht das wachsende politische Gewicht Bayerns innerhalb der AfD. Die Auseinandersetzung mit der CSU zählt zu den zentralen politischen Aufgaben der Partei im Westen Deutschlands – und sie entscheidet mit über den bundesweiten Erfolg. In aktuellen Umfragen wandern in Bayern bereits erste Bundestagsdirektmandate von der CSU zur AfD. Im Stimmkreis Deggendorf, dem Stimmkreis von Katrin Ebner-Steiner, liegt die AfD mit knapp 40 Prozent klar vor der CSU.

„Das alles geht nur im Team, es geht nur gemeinsam”, sagte Ebner-Steiner. „Ich stehe für gute Verbindungen von Ost nach West. Ich bin frei, unabhängig und nicht korrumpierbar – und genau das bringe ich in den Bundesvorstand ein.”

Als Schwerpunkte ihrer künftigen Arbeit nannte die Fraktionsvorsitzende den massiven Ausbau der innerparteilichen Bildungs-, Schulungs- und Seminarprogramme – von der Kommunalpolitik über die parlamentarische Arbeit bis hin zu moderner Social-Media- und Pressearbeit –, den professionellen Strukturaufbau von der Orts- bis zur Bezirksebene sowie die Erschließung neuer Wählerschichten. Besonders im Blick hat sie dabei Unternehmer und Wirtschaftsverbände, Frauen sowie die ältere Generation.

Mit der Wahl Ebner-Steiners rückt auch die Arbeit der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag stärker in den Fokus der Bundespartei. Das stärkt die bayerische Stimme in Berlin – und es stärkt den politischen Druck auf die CSU im Freistaat. „Das ist gut für Bayern, und das ist gut für unsere Heimat”, so Ebner-Steiner.