Die Vorschläge der Rentenkommission stoßen auf massive Kritik. Neben höheren Beiträgen und einer längeren Lebensarbeitszeit sieht das Reformpaket vor, den Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen und auf Schülerinnen und Schüler zu beschränken.
Dazu Franz Bergmüller, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Die Vorschläge der Rentenkommission sind ein Frontalangriff auf tausende kleine und mittelständische Betriebe. Während die Politik von Entlastungen spricht, sollen Beschäftigungsmodelle zerstört werden, die für Gastronomie, Handel, Handwerk und Dienstleistungsbetriebe unverzichtbar sind.
Besonders die Abschaffung der Minijobs für den Großteil der Beschäftigten ist vollkommen realitätsfern. Viele Betriebe können ihre Personalplanung nur deshalb aufrechterhalten, weil sie bei Veranstaltungen, Saisonspitzen oder an Wochenenden auf geringfügig Beschäftigte zurückgreifen können.
Ohne Minijobs könnten viele Volksfeste, Vereinsveranstaltungen, Weihnachtsmärkte und Großveranstaltungen nicht stattfinden. Besonders betroffen wären Gastronomiebetriebe, Cateringunternehmen, Bäckereien, Metzgereien, Einzelhändler sowie zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.
Arbeitnehmer sollen höhere Rentenbeiträge zahlen und die Arbeitgeber mit zusätzlichen Lohnnebenkosten belastet werden. Das verteuert den Faktor Arbeit und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in einer Zeit, in der viele Betriebe mit hohen Energiepreisen, Bürokratie und steigenden Personalkosten kämpfen.
Wer Minijobs zerstört, zusätzliche Beiträge erhebt und die Arbeitskosten erhöht, gefährdet Arbeitsplätze, Betriebe und die Finanzierung unseres Sozialstaates. Deutschland braucht stattdessen mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt und mehr Netto vom Brutto!“