Eine Schriftliche Anfrage der AfD-Fraktion zur Grüngasquote in Bayern offenbart große energiepolitische Lücken. Wir befürworten die Einspeisung von Biomethan als grundlastfähigem Energieträger und fordern bessere Rahmenbedingungen. Die Staatsregierung übernimmt diese Linie teilweise, aber ohne Gesamtstrategie. 2024 verbrauchte Bayern 69,5 TWh Gas-Endenergie. Dem stehen nur 29 Biomethan-Einspeiseanlagen mit einer jährlichen Erzeugungskapazität von rund 1,5 TWh Biomethan gegenüber.
Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:
„Biomethan ist heimisch, speicherbar, grundlastfähig und regulierbar. Deshalb fordert die AfD den Ausbau der Biomethaneinspeisung. Die Staatsregierung übernimmt unsere Position zu zaghaft. Wer Bedarf, Erzeugungspotenzial, Versorgungslücke und Bürgerkosten nicht beziffern kann, betreibt energiepolitischen Blindflug. Wir fordern die vollständige Abkehr von Habecks Heizungsgesetz. Nötig sind echte Wahlfreiheit und Technologieoffenheit!“
Gerd Mannes, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:
„Die Staatsregierung hat keine Strategie. Die Einspeisung von Biomethan ist viel zu gering; auch die Förderung ist unzureichend. Wir haben eine Förderung von 20 bis 30 Millionen Euro pro Jahr gefordert. Besonders fatal ist der Verweis der Staatsregierung auf Importe: Wer sich auf den Weltmarkt verlässt, gesteht sein Versagen bei heimischer Erzeugung, Infrastruktur und Planung ein. Wir fordern eine Biomethan-Offensive mit verlässlicher Förderung, beschleunigten Netzanschlüssen, klaren Herkunftsnachweisen, regionaler Wertschöpfung sowie einer Bedarfs-, Kosten- und Risikoanalyse.“