Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern sammelt aktuell im Rahmen eines Austauschs mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie konkrete Beispiele zu bürokratischen Belastungen durch Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Tourismuswirtschaft. Dabei geht es u.a. um unklare Berichtspflichten, aufwendige Datenerhebungen, doppelte Vorgaben und den erheblichen administrativen Aufwand für Unternehmen.
Dazu erklärt Franz Bergmüller, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion und Abgeordneter im Bayerischen Landtag:
„Als Mitglied der Entbürokratisierungskommission im Bayerischen Landtag lehne ich die Nachhaltigkeitsberichterstattung grundsätzlich ab.
Unsere Unternehmen ersticken an Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten. Statt sich um ihre eigentliche Arbeit, ihre Kunden und ihre Mitarbeiter kümmern zu können, verbringen Unternehmer immer mehr Zeit mit Formularen, Tabellen und unnötigem Verwaltungsaufwand.
Wir müssen endlich aufhören, ständig neue Berichtspflichten und Kontrollmechanismen einzuführen oder über kosmetische Verbesserungen zu diskutieren. Was unsere Wirtschaft braucht, ist kein weiterer Bürokratieapparat unter dem Schlagwort ‚Nachhaltigkeit‘, sondern ein radikaler Rückbau bestehender Berichtspflichten.
Gerade kleine und mittelständische Betriebe im Tourismus, Gastgewerbe, Handwerk oder Dienstleistungsbereich verfügen nicht über zusätzliche Verwaltungsmitarbeiter. Für sie bedeuten solche Vorgaben massive Mehrkosten und Wettbewerbsnachteile.
Wer ernsthaft den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken will, muss Unternehmen wieder Luft zum Arbeiten geben – und nicht immer neue ideologisch motivierte Dokumentationspflichten schaffen.“