Die Gasspeicher Breitbrunn und Wolfersberg sollen nächstes Frühjahr stillgelegt werden. Bayern könnte dies über das Bergamt verhindern. Eine AfD-Anfrage verdeutlicht: Während das Bergamt Südbayern bei Breitbrunn gegen die Entnahme von Kissengas tätig war, unternahm es bei Wolfersberg nichts. Dabei hat Wolfersberg mehr als 4,1 TWh Arbeitsgasvolumen. Wird Kissengas entnommen, kann Grundwasser in den Porenspeicher eindringen und der Standort wird unbrauchbar. Obwohl beide Speicher 49 Prozent der bayerischen Gasspeicherkapazität ausmachen, hat die Staatsregierung keine Rettungsstrategie.

Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:

„Hubert Aiwanger tut so, als wolle er unsere Gasspeicher schützen. Trotz seiner Versprechen hat er jedoch nichts unternommen, um über das Bergamt die Ausleitung von Kissengas in Wolfersberg zu verhindern. Dadurch nimmt er in Kauf, dass der Speicher zerstört und milliardenschwere Infrastruktur vernichtet wird. Die Staatsregierung muss dies verhindern! Außerdem muss sie den Erwerb oder eine staatliche Sicherung erwägen. Die AfD-Fraktion steht zur Marktwirtschaft. Aber bei strategischer Infrastruktur darf der Staat nicht zusehen, bis alles verloren ist.

Für den Winter droht eine Gefahrensituation. Zwei Speicher sind fast leer, und ihre Stilllegung ist beschlossen. Warum gibt es keine Initiative der Staatsregierung? Aiwanger muss erklären, warum Wolfersberg nicht so geschützt wird wie Breitbrunn.

Wir fordern einen Rettungsplan für beide Speicher und eine nationale Gasreserve mit süddeutschen Standorten!“