Die AfD-Fraktion hat einen Antrag mit dem Titel „Auswirkungen des Schlachthofsterbens in Bayern auf das Tierwohl“ (Drs. 19/9036) im Bayerischen Landtag eingebracht. Darin fordert sie die Staatsregierung auf, über dieses Thema im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz zu berichten. Insbesondere ist dabei auf die Zunahme der Transportdauer von Nutztieren, das daraus folgende Tierleid, höhere Sterberaten und Veränderungen in der Fleischqualität einzugehen. Zur Aufklärung dieser Thematik hat die AfD-Fraktion auch eine Anhörung beantragt (Drs. 19/9037).
Gerd Mannes erklärt dazu als Sprecher für Umwelt und Verbraucherschutz der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Wir erleben ein drastisches Höfesterben. Besonders katastrophal ist die Situation in der Nutztierhaltung. Allein die Zahl der Schweinehalter in Bayern hat sich in den letzten Jahren nahezu halbiert. Dementsprechend ist die Fleischerzeugung im Freistaat im selben Zeitraum um 20 Prozent gefallen. Beim Schweinefleisch sogar um 25 Prozent. Die Gründe liegen im Bürokratie-Wahnsinn und der politisch verschuldeten Wirtschaftskrise. Dieser Kahlschlag hat Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette. Die Fleischproduktion verlagert sich ins Ausland, die Wertschöpfung vermindert sich, und Arbeitsplätze verschwinden. Tierschonende Transporte werden durch die langen Distanzen erschwert. Für die Tiere bedeutet das mehr Stress, Leid und unter ungünstigen Umständen höhere Sterberaten. Wir fordern die Staatsregierung daher auf zu erläutern, welche Auswirkungen das Schlachthofsterben auf die Lieferketten, das Tierwohl, die Fleischqualität und die Preisentwicklung hat.
Als AfD sagen wir klar: Schluss mit der Politik gegen die eigene Landwirtschaft! Schluss mit grünen Experimenten!“