Der Bundesrat hat auf Initiative Bayerns einer zusätzlichen Sonderausschreibung für Windenergie an Land in Höhe von 5.000 Megawatt für 2026 zugestimmt. Zusammen mit dem regulären Ausschreibungsvolumen von 10.945 Megawatt ergibt sich damit für das laufende Jahr ein Gesamtvolumen von 15.945 Megawatt – eine Ausweitung um rund 45 Prozent. Die EEG-Förderung, ursprünglich als vorübergehende Anschubfinanzierung konzipiert, wird damit massiv ausgeweitet. Zuletzt lagen die durchschnittlichen Zuschlagswerte bei 6,06 Cent pro Kilowattstunde, während der Höchstwert auf 7,25 Cent angehoben wurde. Unter konservativen Annahmen (6 MW Anlagenleistung, 2.200 Volllaststunden, 20 Jahre Förderung) droht allein durch diese Mengenausweitung ein zusätzlicher Förderbedarf von rund 8 Milliarden Euro. In windschwachen Regionen wie Bayern kann das Referenzertragsmodell die effektive Vergütung sogar auf bis zu 11,24 Cent pro Kilowattstunde steigern.

Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:

„Hubert Aiwanger gibt sich gerne als bayerischer Pragmatiker und Kritiker der Energiewende, doch in Wahrheit agiert er als einer der eifrigsten Förderer der Windindustrie. Mit dieser Initiative treibt er genau die Subventionsspirale weiter an, die er öffentlich beklagt – ein klassischer Fall von grüner Politik im Gewand des Freien Wählers. Statt auf Wirtschaftlichkeit, Netzrealität und bezahlbaren Strom zu setzen, liefert er der Windlobby weitere Milliarden auf Kosten der Stromkunden und Steuerzahler.“

Oskar Lipp ergänzt dazu als Vorsitzender des Arbeitskreises „Wirtschaft, Energie, Digitales“ der AfD-Fraktion:

„Diese Sonderausschreibung konterkariert jede vernünftige energiepolitische Planung und verschärft Netzengpässe, Redispatch-Kosten und Negativpreise. Aiwanger entpuppt sich hier als Subventionspolitiker und willfähriger Lobbyist der Windkraftindustrie, der windschwache Standorte mit überhöhten Förderungen künstlich am Leben hält. Die AfD-Fraktion fordert ein sofortiges Moratorium für den weiteren Ausbau der Windenergie, die ersatzlose Abschaffung des EEG nach Auslaufen der bestehenden Anlagen und eine Rückkehr zu zuverlässigen und bezahlbaren Energiequellen statt ideologisch getriebener Milliarden-Subventionen.“