Eine aktuelle Antwort des Bayerischen Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag offenbart gravierende Defizite bei Transparenz und Wirksamkeit der bayerischen Auslandsrepräsentanzen. Obwohl nur ein bis vier Beschäftigte pro Standort tätig sind, wurden von 2018 bis 2025 rund 136 Mio. Euro für Außenwirtschaftsförderung und Auslandsrepräsentanzen ausgegeben. Doch weder vollständige Kosten je Standort noch konkrete Investitionsprojekte, angesiedelte Unternehmen oder eine nachvollziehbare Zuordnung von Maßnahmen zu wirtschaftlichen Ergebnissen werden offengelegt. Auch Angaben zu den Gehältern des Personals werden verweigert. Während die Zahl der Maßnahmen – etwa 320 Messen zwischen 2015 und 2025 – Aktivität suggeriert, fehlen Erfolgskennzahlen. Die realen Exporte in zentrale Partnerländer zeigen überwiegend Rückgänge. Parallel stagnieren die realen Direktinvestitionen nach Bayern. Die Gesamtschau zeigt: Messbare Effekte bleiben aus, während zentrale Bewertungsgrundlagen nicht offengelegt werden.
Johannes Meier, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:
„Hier wird Steuergeld für teure Auslandsposten ausgegeben, aber grundlegende Transparenz wird verweigert. Wir fordern die vollständige Offenlegung der Einkommensstrukturen und aller Zusatzleistungen der Mitarbeiter in diesen Auslandsrepräsentanzen. Es ist nicht akzeptabel, dass öffentlich finanzierte Einrichtungen sich hinter angeblichen Vertraulichkeitsvereinbarungen verstecken. Der Steuerzahler hat ein Recht zu wissen, wofür sein Geld konkret verwendet wird. Ohne diese Transparenz fehlt jede demokratische Kontrolle.“
Oskar Lipp, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:
„Diese Strukturen liefern keinen nachweisbaren wirtschaftlichen Mehrwert. Wir fordern klare, messbare und quantitative Erfolgskennzahlen für jeden eingesetzten Euro. Wenn nicht belegt wird, dass daraus reale Investitionen und zusätzliche Exporterfolge entstehen, müssen die Ausgaben vollständig eingestellt werden. Bayern braucht keine Versorgungsposten im Ausland, sondern echte Wirtschaftsförderung. Wir werden alles daransetzen, diese Strukturen aufzuklären und durch eine wirksame, leistungsorientierte Außenwirtschaftspolitik zu ersetzen.“