Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mitgeteilt, dass er am nächsten Ludwig-Erhard-Gipfel nicht mehr teilnehmen wird. Auch seine Schirmherrschaft über das umstrittene Treffen setzt er aus.

Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, kommentiert dies wie folgt:

„Ministerpräsident Söder möchte nicht mehr mit dem skandalösen Ludwig-Erhard-Gipfel in Verbindung gebracht werden. Schließlich ist bald Kommunalwahl – da macht sich eine Teilnahme an dem dubiosen Lobbyisten-Treffen nicht so gut. Hintergrund ist das Geschäftsgebaren der Weimer Media Group, die den Gipfel veranstaltet. Insbesondere die von dem umstrittenen Unternehmen angebotene Möglichkeit, gegen Bezahlung von bis zu 80.000 Euro Spitzenpolitiker zu treffen, hat in der Öffentlichkeit für Entsetzen gesorgt. Die von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) und seiner Ehefrau gegründete Firma hatte damit geworben, dass zahlungskräftige Geschäftsleute auf diese Weise Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen können.

Der Freistaat Bayern hat den Ludwig-Erhard-Gipfel seit 2022 mit rund 540.000 Euro gefördert. Allein 2025 lag die Fördersumme bei rund 280.000 Euro. Diese Zahlen wurden von der AfD-Fraktion durch eine Reihe von Anfragen aufgedeckt. Zudem haben wir einen Untersuchungsausschuss des Landtags zur Aufklärung möglichen Fehlverhaltens von Regierungsmitgliedern gefordert. Dass die Staatsregierung ihre Beziehungen zu dem Gipfel derzeit überprüft, ist ein Erfolg unserer Aufklärungsarbeit. AfD wirkt! Aber Söders opportunistische Symbolpolitik reicht nicht: Der Freistaat muss die Finanzierung des Gipfels beenden!“