Im Herbst 2025 lud der Verband „Die Familienunternehmer“ erstmals Vertreter der AfD zu einem parlamentarischen Abend ein. Es folgte ein Shitstorm der öffentlich-rechtlichen sowie der großen Konzern-Medien und der NGO Campact. Daraufhin erklärte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann Ende November die Einladung zu einem „Fehler“ und kündigte an, die AfD künftig doch wieder auszuschließen.

Am 4. Dezember wurde diese Debatte im Ausschuss für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung des Landtags thematisiert: Nach dem Bericht von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger über die Lage mittelständischer Unternehmen fragte der AfD-Abgeordnete Johannes Meier, ob Brandmauern Unternehmen und Verbänden schaden und Sprechverbote mit der Demokratie vereinbar sind. Aiwanger antwortete darauf: „Die Brandmauer-Debatte ist ein Thema, das parteipolitisch überlagert ist. Es ist schlimm, wenn die Wirtschaft immer mehr unter ideologische Zwänge gerät – von links wie von rechts. Dass jeder Unternehmer durchleuchtet wird, ob er politisch korrekt genug ist, darf nicht sein. Tragt diese Debatten nicht in die Wirtschaft hinein! Solche Debatten schaden uns allen. Unternehmen dürfen kein Spielball von Ideologie werden, egal ob es um die Brandmauer, Kapitalisten oder Proletariat geht. Diese Gefechte schaden uns allen miteinander.“

Johannes Meier, stellvertretender Vorsitzender und einzelhandelspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, kommentiert das wie folgt:

„Ich begrüße es, dass Staatsminister Aiwanger sich unmissverständlich gegen eine Brandmauer in der Wirtschaft und damit auch gegen ein Sprechverbot gegenüber der AfD gestellt hat. Er bestätigt unsere Auffassung, dass es in einer Demokratie selbstverständlich möglich sein muss, mit allen in den Parlamenten vertretenen Parteien zu diskutieren. Unternehmer dürfen nicht zum Spielball ideologischer Kampagnen werden. Es ist ein sozialistisches Relikt, dass sich Firmen zu politisch gewünschten Positionen bekennen sollen. Dass der stellvertretende Ministerpräsident dies klar zurückweist, ist ein wichtiges Signal. Ich hoffe, dass sich die Unternehmerverbände seine Worte zu Herzen nehmen. Zahlreiche Unternehmen haben trotz des Drucks Haltung bewiesen und sind nicht aus dem Verband der Familienunternehmer ausgetreten. Auch Persönlichkeiten wie Europa-Park-Gründer Roland Mack und Theo Müller, der Eigentümer der Molkerei-Gruppe Müller, treten für offene Gespräche mit allen Parteien ein.

Die AfD ist die einzige Kraft, die den Mittelstand wirklich schützt. Wer unser Programm liest, findet darin ausschließlich Positives für Unternehmer. Der Mittelstand braucht Dialog – keine ideologischen Mauern!“