Vertreter etablierter Medien und Politiker erwecken oft den Eindruck, dass ausländische Akteure wie Russland oder China sowie Rechtsextremisten die Hauptbedrohung für Bayerns Infrastruktur und Unternehmen darstellen. Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag wollte diese Behauptungen überprüfen und stellte im Oktober 2025 drei Schriftliche Anfragen an die Staatsregierung. Die Antworten des Innenministeriums (PI-1312-3-3/916–918 I, Stand 20.11.2025) belegen klar: Linksextremistische Täter sind die primäre Bedrohung für private Unternehmen, Produktionsstätten, Lagerhallen, Fuhrparks und strategische Infrastruktur wie Schienenverkehr, Stromkästen, Brücken, Flughäfen oder Binnenhäfen.

Die Zahlen sprechen für sich: Von 263 Angriffen auf Infrastruktur von 2019 bis 2024 entfielen 92,4 Prozent (243) auf linksmotivierte Täter, 5,7 Prozent (15) auf Rechtsradikale und 1,9 Prozent (5) auf ausländische Gruppen. Bei Angriffen auf Handel und Wirtschaft waren es 96 Prozent (447) linksmotivierte, 2,8 Prozent (13) rechtsmotivierte und 1 Prozent (5) ausländische Täter bei insgesamt 465 Anschlägen. Beispiele für linksextreme Gewalt sind die Brandanschläge auf Baumaschinen, Hallen und Kabelschächte in München, Oberbayern und Mühldorf zwischen 2023 und 2024 mit Schäden in Millionenhöhe, darunter ein Anschlag in Polling am 2. Oktober 2023 mit 2,5 Millionen Euro Schaden.

Richard Graupner erklärt dazu als innen- und kommunalpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:

„Die Antworten der Staatsregierung untermauern eindeutig, dass die größte Gefahr für die bayerische Wirtschaft und unsere strategische Infrastruktur von linksextremistischen Tätern ausgeht. Es ist alarmierend, dass sowohl private Unternehmen als auch zentrale Einrichtungen wie Schienen, Brücken und Energieanlagen Ziele solcher Attacken sind. Die Politik darf das Problem nicht weiter relativieren oder ausblenden, sondern muss endlich klare Maßnahmen gegen linksextreme Gewalt ergreifen.“