Der Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter, Anton Dippold, gab gestern im Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags die geplante Umstrukturierung des Versuchs- und Bildungszentrums für ökologischen Landbau Kringell bekannt. Eine wesentliche Maßnahme ist die Aufgabe des Teilbetriebs der Schweinehaltung.

Ralf Stadler, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, kommentiert dies wie folgt:

„Die Entscheidung, die Schweinehaltung im Staatsgut Kringell einzustellen, zeigt einmal mehr, dass die Staatsregierung keine verlässliche Perspektive für die bayerischen Tierhalter bieten kann. Offenkundig hat sich die Söder-Regierung dem politisch erzeugten Druck von Tierhaltungsgegnern, EU-Bürokratie und grüner Agrarideologie gebeugt. Nach der Schließung des Schlachthofes Landshut ist das ein weiterer Schlag gegen die Schweinehaltung in Niederbayern. Anstatt klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine wirtschaftlich tragfähige, moderne Schweinehaltung ermöglichen, wird kapituliert, bevor überhaupt um Lösungen gerungen wurde. Das Staatsgut Kringell hat wichtige Aufgaben in den Bereichen der Ausbildung und Forschung sowie für die landwirtschaftliche Praxis. Die Aufgabe der Schweinehaltung bedeutet den Verlust eines praxisnahen Ausbildungsstandorts. Die Schweinehalter stehen ohnehin durch immer neue Auflagen, mangelnde Wirtschaftlichkeit und fehlende Planungssicherheit unter Druck. Dass der Staat nun aussteigt, ist ein fatales Zeichen und sendet die Botschaft, dass die Schweinehaltung in Bayern keine Zukunft mehr hat.

Die AfD-Fraktion fordert die Staatsregierung auf, ein Zukunftskonzept für die Schweinehaltung in Bayern vorzulegen, staatliche Lehr- und Versuchsbetriebe wie Kringell zu erhalten und weiterzuentwickeln, die bürokratischen Belastungen für Tierhalter zu reduzieren und die Tierhaltungsstandards praxistauglich zu gestalten. Wir stehen an der Seite der Landwirte und werden weiterhin für den Erhalt ihrer Existenzgrundlage kämpfen.“