Mit insgesamt 211.111 Unterschriften aus zwölf Online-Petitionen haben Bayerns Eltern deutlich gezeigt, dass sie die Abschaffung des bayerischen Kinderstartgeldes durch die Staatsregierung nicht hinnehmen wollen. Der dreifache Vater Oliver Bernt reiste eigens nach München, um die Unterschriftensammlung der Staatsregierung zu übergeben; Ministerpräsident Markus Söder war jedoch nicht bereit, sie entgegenzunehmen.
Die familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Elena Roon, erklärt dazu Folgendes:
„Die rückwirkende Streichung des versprochenen Kinderstartgeldes für alle Kinder, die in diesem Jahr geboren wurden, geht besonders zulasten junger Familien, die bereits mit dem Erhalt des Geldes in sechs Wochen gerechnet hatten. Kein Wunder, dass dies für heftigen Unmut sorgt! Die Initiatoren der Petitionen haben schon über 200.000 Unterzeichner mobilisiert – eine Resonanz, wie man sie zuletzt nur beim Bienenvolksbegehren erlebt hat. Die Bürgerinnen und Bürger sind von diesem Vertrauensbruch der Staatsregierung zutiefst enttäuscht.“
Franz Schmid fügt als jugendpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion hinzu:
„Dass Markus Söder die Petitionen nicht persönlich entgegengenommen hat, ist beschämend und lässt fehlenden Respekt gegenüber den Betroffenen erkennen. Besonders bitter ist, dass die CSU ihr einstiges Kernthema elterlicher Freiheit und Selbstverantwortung bei der Kindererziehung verraten hat. Beim Betreuungsgeld und später beim Familiengeld hat sie dieses Prinzip noch verteidigt. Statt diese Abkehr von der Entscheidungsfreiheit der Eltern zuzugeben, verweist die Staatsregierung auf angeblich fehlende Mittel – ein Argument, das viele Bürger nicht überzeugt. Denn es mangelt nicht am Geld, sondern am politischen Willen, vorhandene Ressourcen verantwortungsvoll und familienorientiert einzusetzen.“