Nach der Kritik unabhängiger Medien sowie der AfD am Geschäftsgebaren der Weimer Media Group von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wird der Ludwig-Erhard-Gipfel in seiner geplanten Form womöglich nicht stattfinden. Bislang war für das exklusive Treffen im kommenden Jahr die Teilnahme des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der Landtagspräsidentin Ilse Aigner, des Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger sowie weiterer Mitglieder der Staatsregierung angekündigt. Auch mehrere Bundesminister hatten ihr Kommen zugesagt.
Zumindest die Teilnahme der bayerischen Spitzenpolitiker ist nun fraglich und wird derzeit, laut Auskunft der entsprechenden Ministerien, „überprüft“.

Oskar Lipp äußert sich dazu als wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag wie folgt:

„Der Skandal um den Ludwig-Erhard-Gipfel zieht immer weitere Kreise: Zunächst musste die Staatsregierung aufgrund einer AfD-Anfrage offenlegen, mit welchen Summen sie die dubiose Veranstaltung unterstützt. Dann leitete sie ein Compliance-Verfahren ein, das den Gipfel und seine Finanzierung untersucht. Und jetzt ist sogar fraglich, ob die Mitglieder der Söder-Regierung überhaupt teilnehmen werden. Im Falle ihrer Absage stünde die Veranstaltung in ihrer bisherigen Form wohl vor dem Aus. Denn Ziel dieses Forums ist ja gerade, Lobbyisten mit Spitzenpolitikern zusammenzubringen. Der Verdacht der Korruption steht im Raum, denn laut Medienberichten wird die Veranstaltung ausdrücklich damit beworben, den Wirtschaftsvertretern Einflussmöglichkeiten zu verschaffen.
Anstatt sich auf Steuerzahlerkosten bei Lobbyisten-Partys den Bauch vollzuschlagen, sollten sich Söder und seine Minister lieber um unsere geschundene Wirtschaft kümmern. Nicht jeder Unternehmer kann sich die Teilnahme an Kungel-Runden für 80.000 Euro erkaufen.“