Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ist gemeinsam mit seiner Frau Eigentümer der Weimer Media Group, die Wirtschaftsvertretern laut eigener Werbung „Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger“ verkauft. Die Preise für den exklusiven Zugang zu Spitzenpolitikern liegen bei bis zu 80.000 Euro. Einmal im Jahr richtet das Unternehmen den Ludwig-Erhard-Gipfel aus, dessen Schirmherr Markus Söder ist. Im August musste die Bayerische Staatsregierung aufgrund einer AfD-Anfrage (Drs. 19/7577) zugeben, dass sie den Ludwig-Erhard-Gipfel 2025 zusammen mit weiteren Institutionen des Freistaats mit rund 280.000 Euro gefördert hat. Aufgrund der massiven Kritik am Wirtschaftsgebaren der Weimer Media Group und ihrer engen Verflechtung mit der Politik leitete die Staatsregierung nun eine Compliance-Überprüfung ein.

Oskar Lipp äußert sich dazu als wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag wie folgt:

„Der Skandal rund um Staatsminister Weimer und seine dubiose Weimer Media Group nimmt immer größere Konturen an. Er ist womöglich schwerwiegender als Habecks Graichen-Affäre. In seinem Zentrum stehen die Führungsspitzen der Union und insbesondere der CSU: Für 2026 sind neben Ministerpräsident Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Gesundheitsministerin Judith Gerlach, der Leiter der Staatskanzlei Florian Herrmann, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer als ‚Speaker‘ angekündigt. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sein Kommen zugesagt.

Jetzt kam heraus, dass dieses Unternehmen, das sich im Besitz eines Mitglieds der Bundesregierung befindet, Kontakte zu Regierungsmitgliedern verkauft. Ausdrücklich, damit Lobbyisten Einfluss auf Politiker nehmen können! Tut sich hier ein neuer Amigo-Sumpf von CSU und Freien Wählern auf?

Als AfD fordern wir lückenlose Aufklärung. Markus Söder, die gesamte Staatsregierung und auch Landtagspräsidentin Aigner müssen ihre Beziehungen zur Weimer Media Group offenlegen!“