Der traditionsreiche Pappenhersteller Tullau Pappen hat Ende Oktober seine Werke in Baden-Württemberg und im bayerischen Halblech-Trauchgau geschlossen. Über 90 Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze. Laut einem Bericht von Tichys Einblick vom 30. Oktober 2026 erschwerten neben hohen Energie- und Produktionskosten insbesondere CO₂-Zertifikatspflichten im hohen sechsstelligen Eurobereich die Rettung des insolventen Unternehmens. Die Deutsche Emissionshandelsstelle beansprucht eine bevorzugte Begleichung dieser Forderungen. Bereits am 29. September forderte die AfD-Fraktion mit ihrem Antrag (Drs. 19/13630) die Abschaffung des europäischen Emissionshandels und der nationalen CO₂-Bepreisung.
Gerd Mannes, stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:
„Wenn staatliche CO₂-Forderungen Unternehmenssanierungen blockieren, gefährdet die Klimapolitik Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfung. Die Staatsregierung muss sich auf Bundes- und EU-Ebene für die Abschaffung des Emissionshandels einsetzen. Bis dahin müssen insolvente Betriebe vor existenzgefährdenden Zertifikatspflichten geschützt werden.“
Oskar Lipp, industriepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:
„Bayerns Industrie braucht bezahlbare Energie statt immer neuer Belastungen. Die Schließung in Halblech zeigt, wie verletzlich unsere Industriestandorte geworden sind. Wir fordern die Abschaffung der CO₂-Bepreisung, den Abbau regulatorischer Kosten und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Arbeitsplätze.“