Die AfD-Fraktion stellte gestern im Plenum des Bayerischen Landtags zwei Anträge (Drs. 19/11726 und 19/11728) zur Entwicklung kleiner modularer Kernreaktoren (KMR) vor. Gefordert werden Forschungsanlagen an den Standorten Isar 2 und Gundremmingen sowie die Vorbereitung einer industriellen Eigenversorgung. Das Atomgesetz ermöglicht bereits heute die Genehmigung von Forschungsreaktoren. In China und Russland sind KMR bereits in Betrieb. Studien beziffern mögliche Stromgestehungskosten auf rund 6,3 Cent/kWh.

Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Unsere Zukunftsvision für 2031: Bundeskanzlerin Dr. Alice Weidel und Bayerns Ministerpräsidentin Katrin Ebner-Steiner eröffnen gemeinsam Bayerns ersten kommerziellen Kleinreaktor. Technologisch ist dieser Weg längst gangbar. Auch die parlamentarische Mehrheit für eine Änderung des Atomgesetzes wäre mit Union und AfD bereits vorhanden. Allein die politische Brandmauer steht einer Zusammenarbeit entgegen. Wir fordern die CSU auf, diesen Weg freizumachen.“

Benjamin Nolte ergänzt als wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

„Kleine Kernreaktoren sind keine Science-Fiction. Internationale Projekte belegen ihre technische Machbarkeit. Standardisierung verspricht niedrige Kosten, passive Sicherheitssysteme bieten zusätzlichen Schutz. Bayern muss jetzt Machbarkeitsstudien beauftragen, Genehmigungsverfahren vorbereiten und Forschung und Industrie zusammenbringen. So sichern wir technologisches Know-how, Wettbewerbsfähigkeit und langfristig bezahlbare Energie.“