Die Stadt München bietet seit 2026 im Kreisverwaltungsreferat öffentlich zugängliche Computer und persönliche Unterstützung bei digitalen Verwaltungsanträgen an. Genau dieses Modell forderte die AfD-Fraktion bereits am 20. Oktober 2025 (Drs. 19/8535) und am 9. Dezember 2025 (Drs. 19/9257) sowie in der Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“. CSU, Freie Wähler, Grüne und SPD lehnten beide Anträge ab. Bemerkenswert: Die von den Grünen benannte Enquete-Expertin Dr. Hanna Sammüller-Gradl leitet das Münchner Kreisverwaltungsreferat. Ob die parlamentarischen Beratungen das Projekt beeinflussten, ist nicht bekannt.
Florian Köhler, digitalpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt dazu:
„Unsere Forderung wird in München praktisch umgesetzt, nachdem die etablierten Parteien sie im Landtag abgelehnt haben. Das freut uns ausdrücklich! Entscheidend ist, dass niemand wegen fehlender Computerkenntnisse vom digitalen Staat ausgeschlossen wird. Wir fordern solche betreuten Arbeitsplätze in sämtlichen bayerischen Gemeinden und Kreisverwaltungsbehörden. Auch analoge Verfahren und Barzahlung müssen erhalten bleiben.“
Franz Bergmüller, Mitglied der Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“, ergänzt:
„Wir haben dieses bürgernahe Modell in die parlamentarische Arbeit eingebracht. Jetzt zeigt München, dass es funktioniert. Statt parteipolitischer Blockaden brauchen wir eine flächendeckende Umsetzung mit klaren Qualitätsstandards und überprüfbaren Kosten. Gute Ideen sollen den Bürgern dienen, unabhängig von ihrer politischen Herkunft. AfD wirkt!“