Bayerns Erdgasspeicher sind nach aktuellen AGSI+-Daten nur zu rund 29 Prozent gefüllt, bundesweit sind es rund 55 Prozent. Für die Speicher sind zum 1. November gesetzlich 80 Prozent vorgeschrieben. Nach Angaben der Bundesnetzagentur in Antworten auf Anfragen, die der AfD-Fraktion vorliegen, würden bei unveränderter Befüllungsgeschwindigkeit jedoch nur rund 63 Prozent erreicht. Zusätzlich verschärft sich die Lage, weil die strategisch wichtigen Gasspeicher Wolfersberg und Breitbrunn im Frühjahr 2027 stillgelegt werden sollen. Die AfD-Fraktion geht dagegen bereits mit Anträgen und mehreren parlamentarischen Anfragen vor und fordert ihren Erhalt.

Florian Köhler, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Das Zeitfenster schließt sich. Bei einem derart niedrigen Füllstand steigt das Risiko einer Gasmangellage massiv – mit möglichen Abschaltungen für Industrie und weitere Verbraucher.

Das Energiewirtschaftsgesetz stellt klare Instrumente bereit. Ungenutzte Speicherkapazitäten müssen verfügbar gemacht und notwendige Befüllungsmaßnahmen über Trading Hub Europe konsequent ergriffen werden. Die Bundesregierung muss jetzt handeln, die Staatsregierung in Berlin maximalen Druck machen. Wir fordern weiterhin eine nationale Erdgasreserve sowie den dauerhaften Erhalt und die strategische Sicherung der bayerischen Gasspeicher.“