Die Staatsregierung hat kein eigenes Förderprogramm für Robotik und Cobots. Auch die bestehenden Programme, so die Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, erreichen kaum Unternehmen: Beim einst als „1000 Feldroboter-Programm“ beworbenen BaySL Digital wurden von 2020 bis 2025 nur 97 Betriebe gefördert; 2025 kam nur ein einziger Betrieb hinzu. Beim Digitalbonus entfielen 33 von rund 7.200 Förderfällen auf Robotik – lediglich 0,46 Prozent. Gleichzeitig kann die Staatsregierung zentrale Daten zur bayerischen Roboterindustrie und zum Robotereinsatz in Unternehmen nicht statistisch ausweisen, weil Robotik und Cobots nicht eigenständig erfasst werden.
Oskar Lipp, industriepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:
„Die Robotik-Förderung der Staatsregierung ist ein kompletter Reinfall. Bayern ist ein Industrieland, aber CSU und Freie Wähler schaffen es weder, eine Schlüsseltechnologie angemessen zu erfassen, noch ihre Förderangebote so auszugestalten, dass sie in der Wirtschaft ankommen. Große Ankündigungen ersetzen keine funktionierende Industriepolitik. Wir werden parlamentarisch nachbohren. Die Staatsregierung muss offenlegen, warum ihre Robotik-Förderung so schlecht angenommen wird, welche bürokratischen, technischen und wirtschaftlichen Hürden die Unternehmen abschrecken und wo die Programme an der betrieblichen Realität vorbeigehen. Wir fordern eine Überprüfung der bestehenden Förderung und ein belastbares Robotik-Monitoring für Bayern. Erst muss geklärt werden, was schiefläuft – dann können die Programme zielgerichtet verbessert werden.“