Die Stadt Bamberg will mit neuen Bebauungsplänen verhindern, dass weitere Wohnungen in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Bereits bestehende Ferienwohnungen genießen Bestandsschutz, neue Umnutzungen sollen jedoch weitgehend ausgeschlossen werden. Hotels, Pensionen und klassische Beherbergungsbetriebe sind von den Regelungen nicht betroffen.
Dazu Franz Bergmüller, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Bamberg geht einen vernünftigen Weg. Maßnahmen, die verhindern, dass Wohnraum dauerhaft über Plattformen wie Airbnb dem regulären Wohnungsmarkt entzogen wird, sind zu unterstützen.
Tourismus und Wohnraumschutz dürfen kein Widerspruch sein. Wer seine Wohnung gelegentlich vermieten möchte, sollte dies weiterhin tun können. Eine Vermietung von bis zu acht Wochen im Jahr ist unproblematisch.
Etwas anderes ist die gewerbliche Nutzung von Wohnungen als Ferienunterkünfte. Dadurch wird Wohnraum dem Markt entzogen, die Mieten steigen, und gleichzeitig entsteht ein unfairer Wettbewerb zulasten unserer Hotels und Pensionen, die hohe gesetzliche Auflagen erfüllen und dauerhaft Arbeitsplätze schaffen.
In touristischen Regionen beobachten wir diese Entwicklung mit Sorge. Wohnungen dürfen nicht zu reinen Renditeobjekten werden, während Familien, Auszubildende und Arbeitnehmer kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden.
Ich setze mich dafür ein, dass Kommunen wirksame Instrumente gegen die dauerhafte Zweckentfremdung von Wohnraum erhalten. Der Schutz des Wohnungsmarktes und ein leistungsfähiges Gastgewerbe schließen sich nicht aus. Beide sind Voraussetzungen für einen nachhaltigen Tourismus in Bayern.“