Die Staatsregierung hat eine AfD-Anfrage zur „Pride Week“ vom 22. bis 26. Juni 2026 am Gymnasium Grünwald beantwortet. Offenbar hat die Regierung kaum Kenntnisse über eingesetzte Materialien und Kurzfilme sowie beteiligte Organisationen und Kosten. Ebenso wenig prüfte sie erkennbar, ob die Veranstaltung den Beutelsbacher Konsens einhielt. Das Kultusministerium gab an, seit dem Schuljahr 2020/2021 keine Erkenntnisse über die Zahl vergleichbarer Pride-, LGBTQI+-, Diversity- oder Queer-Veranstaltungen zu besitzen. Zudem haben Eltern laut Ministerium kein Recht auf Einsichtnahme.

Markus Walbrunn, Mitglied im Arbeitskreis „Bildung & Kultus“ der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Die Staatsregierung verteidigt eine problematische Schulveranstaltung, obwohl sie deren Inhalte, Finanzierung und externe Beteiligte kaum kennt. Sie beruft sich auf den Beutelsbacher Konsens, hat aber nicht geprüft, ob abweichende Positionen berücksichtigt wurden. Das ist ein Verstoß gegen das Kontroversitätsgebot. Wir fordern Transparenzregeln: Eltern müssen über Inhalte, Referenten und Materialien informiert werden, und bei kontroversen Veranstaltungen muss eine Prüfung durch die Schulaufsicht erfolgen.“

Rene Dierkes, rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, ergänzt:

„Befremdlich ist, dass die Staatsregierung keinerlei Überblick über vergleichbare Veranstaltungen hat, aber erklärt, es bestünde kein Handlungsbedarf. Staatliche Schulen dürfen nicht zu Experimentierfeldern linker Identitätspolitik werden! Wir fordern klare Leitlinien zur weltanschaulichen Neutralität, ein Einsichtsrecht der Eltern sowie eine Befreiungsmöglichkeit für Schüler.“