Die AfD-Fraktion hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen im Bayerischen Landtag eingebracht (Drs. 19/11080). Darin fordert sie die Abschaffung des Islamischen Unterrichts. Stattdessen sollen die Schüler an einem Ethikunterricht teilnehmen, der die Grundlagen des westlichen Wertesystems vermittelt.

Ramona Storm erklärt dazu als Mitglied des Arbeitskreises Bildung und Kultus der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:

„Staatliche Schulen sind nicht dazu da, den Islam neu zu interpretieren. Sie haben die Aufgabe, die Grundlagen unserer freiheitlichen Verfassungsordnung zu vermitteln. Die Befürworter des Islamischen Unterrichts haben versprochen, er werde Integration fördern und Radikalisierung vorbeugen. Doch die Bilanz ist ernüchternd. Lediglich ein bis zwei Prozent aller bayerischen Schüler entschieden sich für dieses Angebot. Gleichzeitig konnte der Unterricht wegen fehlender Lehrkräfte nur an wenigen Schulen angeboten werden. Zudem stellt der Islamismus eine wachsende Herausforderung dar.
Unser Staat muss unmissverständlich deutlich machen: Maßstab unseres Zusammenlebens ist keine religiöse Auslegung des Islam, sondern das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung. Unser Gesetzentwurf richtet sich keinesfalls gegen die Religionsfreiheit. Aber der Staat ist nicht verpflichtet, für den Islam eigene Unterrichtsmodelle zu entwickeln. Wer Parallelstrukturen schafft, darf sich nicht wundern, wenn Parallelgesellschaften entstehen. Integration gelingt eher durch einen gemeinsamen Ethikunterricht. Dieser stärkt unsere gemeinsame Werteordnung.“