Mit ihrem Antrag (Drs. 19/8238) rückt die AfD-Fraktion ein vernachlässigtes Thema in den Fokus: den Ausbau kommerzieller familienorientierter Freizeit- und Bildungszentren. Während Indoor-Spielzentren z.B. in den USA flächendeckend etabliert sind, existieren sie in Bayern nur vereinzelt und häufig zu hohen Preisen. Parallel dazu bleibt auch der Ausbau von MINT-Experimentierzentren lückenhaft: Angebote finden oft nur in den Ferien oder ein- bis zweimal pro Woche statt, eine flächendeckende und dauerhaft zugängliche Struktur fehlt. Besonders brisant: Die Staatsregierung verfügt über keinerlei belastbare Daten – weder zur Anzahl von Indoor-Spiel- und Experimentierzentren noch zur Versorgungslage oder zu eingesetzten Fördermitteln. Vor dem Hintergrund einer Geburtenrate von rund 1,3 Kindern pro Frau und wachsender finanzieller Belastungen für Familien sieht die AfD-Fraktion erheblichen Nachholbedarf bei familienfreundlicher Infrastruktur und fordert eine umfassende Bestandsaufnahme sowie einen internationalen Vergleich.

Johannes Meier, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Die Realität vieler Familien ist klar: Wenn das Wetter schlecht ist, gibt es oft keine geeigneten Angebote. Gleichzeitig werden diejenigen, die solche Einrichtungen schaffen wollen, durch Auflagen, Bürokratie und hohe Abgaben ausgebremst. Wir wollen diese Hürden gezielt abbauen und neue Impulse setzen – etwa durch steuerliche Entlastungen, vereinfachte Genehmigungsverfahren und stärkere kommunale Unterstützung, damit sich solche Angebote auch wirtschaftlich tragen.“

Elena Roon, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, ergänzt:

„Es reicht nicht, sich auf klassische Förderstrukturen zu beschränken. Gerade privatwirtschaftliche Anbieter können schnell, flexibel und flächendeckend Angebote schaffen – sie müssen endlich stärker berücksichtigt werden. Wir setzen uns für Gutscheinmodelle für Familien ein, für bessere Rahmenbedingungen bei Kooperationen mit Schulen und Horten sowie für offene Experimentierzentren, die nicht nur einzelnen Einrichtungen vorbehalten sind, sondern allen Kindern einer Region zugutekommen. Familienfreundlichkeit muss im Alltag spürbar werden – nicht nur auf dem Papier.“