Mehrere tausend Asylbewerber sind laut Medienberichten aus ihren Unterkünften verschwunden. Allein in Rheinland-Pfalz wurden 923 Personen von den Aufnahmeeinrichtungen als „abgängig“ gemeldet. Der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Baumann hatte daher eine Anfrage zum Plenum gestellt, wie viele Asylbewerber in Bayern als nicht mehr auffindbar registriert sind. Die Bayerische Staatsregierung teilte ihm in ihrer Antwort mit, dass ihr die Zahl dieser Personen unbekannt sei.
Jörg Baumann erklärt dazu als Leiter des Arbeitskreises Inneres der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Die Antwort von Staatsminister Joachim Herrmann auf meine Anfrage ist ein Offenbarungseid: Die Staatsregierung hat keine Ahnung, wie viele Asylbewerber in Bayern aus den Unterkünften verschwunden sind! Ihre Gesamtzahl liegt nicht ‚in statistisch auswertbarer Form‘ vor und kann nicht ermittelt werden. Was für eine unfassbare Gleichgültigkeit! Die Söder-Regierung gibt offen zu, dass sie nicht weiß, wie viele untergetauchte illegale Migranten es in Bayern gibt.“
Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Richard Graupner, fügt als innenpolitischer Sprecher hinzu:
„Die Staatsregierung nimmt ein großes Sicherheitsrisiko für unsere Bevölkerung achselzuckend in Kauf. Womöglich befinden sich auch Islamisten und Terror-Gefährder unter den verschwundenen Migranten. Auch die Rückführung illegaler Einwanderer ist aufgrund dieser Ignoranz nicht möglich.
Nur die AfD setzt sich für Remigration ein. Wir fordern eine Asyl-, Fahndungs- und Abschiebegruppe (AFA) der Bayerischen Polizei, um ausreisepflichtige Personen zu ermitteln und ihre Remigration rechtssicher durchzuführen.“