Im Dezember wird Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner der Ehefrau von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, Christiane Goetz-Weimer, den Bayerischen Verfassungsorden verleihen. Der Grund für die Ehrung ist die Durchführung des Ludwig-Erhard-Gipfels. Das Ehepaar Weimer ist jedoch vor allem durch sein dubioses Geschäftsgebaren aufgefallen: Ihrer Weimer Media Group werden massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Zudem wurde berichtet, dass die Firma für bis zu 80.000 Euro exklusive Gesprächstermine mit Spitzenpolitikern verkauft. Für den nächsten Gipfel im April sind Ministerpräsident Markus Söder, mehrere Mitglieder von Bundes- und Staatsregierung sowie Ilse Aigner angekündigt. Auch letztes Jahr ist die Landtagspräsidentin bereits bei der umstrittenen Veranstaltung als Rednerin aufgetreten.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Oskar Lipp, kommentiert dies wie folgt:
„Die geplante Auszeichnung von Frau Goetz-Weimer ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürger, die sich tatsächlich um ‚die Verwirklichung der Grundsätze der Bayerischen Verfassung verdient gemacht haben‘. Denn dies sollte der Grund für die Verleihung des Bayerischen Verfassungsordens sein. Bei der Miteigentümerin einer Firma, der Wirtschaftskriminalität und Korruption vorgeworfen werden, sind solche Verdienste nicht ersichtlich. Inzwischen hat die Staatsregierung sogar ein Compliance-Verfahren eingeleitet, um die Finanzierung des Ludwig-Ehrhard-Gipfels zu untersuchen. Dieser wurde von 2022 bis 2025 von der Söder-Regierung mit rund 540.000 Euro bezuschusst. Frau Aigner hielt bei dem elitären Treffen im Mai eine Festrede anlässlich der Verleihung des Freiheitspreises der Medien an den Altbundespräsidenten Joachim Gauck. Will sie bei der Polit- und Wirtschafts-Schickeria um Unterstützung für ihre Kandidatur zur Bundespräsidentin buhlen? Ich fordere sie auf, ihre Verbindung zu der Skandal-Firma aufzuklären. Und wir sagen Nein zur Verleihung des Verfassungsordens an Christiane Goetz-Weimer!“