Am 2. und 3. Oktober 2026 haben sich Abgeordnete von AfD und FPÖ im österreichischen Parlament beim zweiten interfraktionellen Treffen zu Wirtschaft und Energie ausgetauscht. Weitere wichtige Schwerpunkte waren Bürokratieabbau und Wettbewerbsfähigkeit. Nach dem Auftakttreffen im vergangenen Jahr in München lud diesmal die FPÖ nach Wien ein. Auf dem Programm standen Beiträge von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, dem steirischen Landesrat Hannes Amesbauer, der Ökonomin Barbara Kolm sowie Parlamentariern aus Österreich und Bayern.

Der bayerische Landtagsabgeordnete Franz Bergmüller diskutierte gemeinsam mit seinem österreichischen Kollegen Alexander Fürtbauer über Wege zum Bürokratieabbau. Bergmüller berichtete dabei von der Arbeit der bayerischen Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“. Nach einer aktuellen Bundesbank-Analyse stiegen die Bürokratiekosten deutscher Unternehmen zwischen 2022 und 2024 durchschnittlich von rund 5 auf 7 Prozent des Jahresumsatzes.

Franz Bergmüller erklärt dazu:

„Punktueller Bürokratieabbau reicht nicht aus. Statt bloßem Feinschliff brauchen wir einen grundsätzlichen Rückbau staatlicher Strukturen – Kettensäge statt Nagelschere. Dazu gehören eine Staatsquote von nur noch 20 bis 30 Prozent, weniger Ministerien, eine konsequente Aufgabenkritik, Verwaltungsabbau und die Rückverlagerung von Kompetenzen an die Länder. Auch die Reformpolitik Javier Mileis in Argentinien zeigt, wie weitreichende Strukturreformen angegangen werden können. Für Bayern und Österreich sehe ich gemeinsame Ansatzpunkte bei Digitalisierung, Once-Only und beim Abbau grenzüberschreitender Hürden etwa bei Entsendung, Verpackungsrecht und Transit. Eine wirklich tiefgreifende Entlastung wird aber nur gelingen, wenn auch auf Bundes- und EU-Ebene Zuständigkeiten, Berichtspflichten und Regulierungen gestrichen werden.“