Fast jeder zweite Tatverdächtige bei vorsätzlichen Tötungsdelikten in Bayern hatte im vergangenen Jahr keinen deutschen Pass. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage des Arbeitskreisleiters Inneres der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Jörg Baumann, hervor.

2025 ermittelte die Polizei bei Mord, Totschlag und weiteren vorsätzlichen Tötungsdelikten insgesamt 466 Tatverdächtige. 220 von ihnen waren Nichtdeutsche – ein Anteil von 47,2 Prozent und zugleich der höchste Wert seit Beginn des abgefragten Zeitraums im Jahr 2016. Die Zahl der erfassten Fälle stieg binnen eines Jahres von 366 auf 405 und damit um 10,7 Prozent.

Nach möglichen Ursachen für die Entwicklung gefragt, verweist die Staatsregierung darauf, dass ihr keine entsprechenden wissenschaftlichen Studien vorlägen und sie von eigenen Hypothesen absehe. Gleichzeitig nennt sie selbst unter anderem Migration als einen möglichen Einflussfaktor.

Jörg Baumann, Leiter des Arbeitskreis Inneres der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:

„Nichtdeutsche stellen in Bayern deutlich weniger als ein Fünftel der Bevölkerung, aber fast die Hälfte der Tatverdächtigen bei vorsätzlichen Tötungsdelikten. Das ist ein Befund, den ein verantwortungsbewusstes Innenministerium nicht einfach zur Kenntnis nehmen und anschließend zu den Akten legen darf. Besonders widersprüchlich ist, dass die Staatsregierung Migration selbst als möglichen Einflussfaktor nennt, eine nähere Untersuchung aber mit dem Hinweis ablehnt, sie wolle keine Hypothesen aufstellen.

Wer Ursachen schwerster Gewaltkriminalität nicht systematisch untersuchen will, kann auch keine wirksamen politischen Konsequenzen daraus ziehen. Genau deshalb haben wir diese Zahlen abgefragt. Ein Innenministerium muss Kriminalitätsentwicklungen nicht nur erfassen, sondern erklären, bewerten und daraus Maßnahmen ableiten. Alles andere ist politische Arbeitsverweigerung.“

Richard Graupner, stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, ergänzt:

„Besonders alarmierend ist der Blick auf die Zuwanderer unter den Tatverdächtigen: 88 Personen wurden dieser Gruppe in der Polizeilichen Kriminalstatistik zugerechnet, darunter 69 Asylbewerber und 18 Schutzberechtigte. Diese Zahlen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Migrationspolitik, die über Jahre hinweg hohe Zuwanderung ermöglicht und gleichzeitig bei Rückführung und Aufenthaltsbeendigung versagt hat.

Auch die Tatmittel zeigen die Dimension der Entwicklung: In 153 der 405 Fälle kam ein Messer zum Einsatz – beinahe zwölfmal so häufig wie eine Schusswaffe. Besonders erschreckend ist zudem, dass 171 der insgesamt 490 Opfer keinerlei Vorbeziehung zum Tatverdächtigen hatten. Für diese Menschen wurde die Gewalt nicht aus einem privaten Konflikt heraus zur Gefahr, sondern traf sie unvermittelt. Genau solche Fälle prägen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Die Aufgabe der Politik wäre es, die Ursachen schonungslos zu analysieren und gegenzusteuern, statt offensichtliche Probleme kleinzureden.“