Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in der heutigen Kabinettsitzung verschiedene Maßnahmen zur Bewältigung der sommerlichen Trockenheit vorgeschlagen.
Gerd Mannes erklärt dazu als klimapolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:
„Wir brauchen keine Klimahysterie für regenarme Sommer, sondern gezielte Investitionen in Infrastruktur zur Trockenheitsbekämpfung. Bayerischen Betrieben fehlt es an Planungssicherheit, einem festen politischen Rahmen und realen Umsetzungsmöglichkeiten angesichts ständig wechselnder politischer Wunschträume. Auch bei den Bewässerungsvorschriften und dem Ausbau der nötigen Infrastruktur erstickt Bayern am Bürokratismus. Außerdem haben die Betriebe keine Investitionsspielräume mehr.
Statt der Vortäuschung von Tatendrang muss der Bürokratie-Aufwand bei der Bewässerung von Feldern massiv verschlankt werden. Zudem ist die Gewässerinfrastruktur für Bewässerungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft auszubauen. Dazu gehören Wasserentnahme, Wasserverteilung und der Rückhalt von Oberflächenwasser. Nicht die Landwirtschaft ist gefordert, sondern der Staat muss sinnvolle Rahmenbedingungen schaffen.“
Harald Meußgeier ergänzt als Leiter des Arbeitskreises für Umwelt und Verbraucherschutz der AfD-Fraktion:
„Die im Kabinettsbericht vorgestellte Trockenheitsforschung am Forschungszentrum Schwarzenau ist zu begrüßen. Aber Söders Vorschläge greifen zu kurz. Einzelne Forschungsprojekte sind kein flächendeckender Durchbruch. Die Versuche finden lediglich in neun Praxisbetrieben statt. Insgesamt wurden in fünf Jahren 7,2 Millionen Euro für elf Trockenforschungsprojekte investiert. Damit ist kein Durchbruch möglich. Auch ein schneller Wissenstransfer zu den Betrieben ist nicht feststellbar. Wir brauchen ein ernsthaft finanziertes Programm für die Trockenheitsbekämpfung statt leerer Phrasen!“