Markus Söder hat nach einer Krisensitzung des CSU-Vorstands einen Zehn-Punkte-Plan angekündigt. Unter anderem soll die Grundsatzkommission wiederbelebt werden; es soll einen außenpolitischen Kongress, Basis-Konferenzen, ein Hightech-Forum und eine Vorstandsklausur als „Denkwerkstatt“ geben.
Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, erklärt dazu:
„Bei der CSU liegen die Nerven blank. Söder ist seit seinem Negativ-Rekord bei seiner Wiederwahl im Dezember und den CSU-Niederlagen bei den Kommunalwahlen angezählt. Aber seit Webers Pfingstbrief ist er nur noch Parteichef auf Bewährung. Und er wird sich nicht bewähren. Er verwechselt Politik mit Image-Kampagnen. Verzweifelt startet er ein hektisches Krisenprogramm, doch kopfloser Pseudo-Aktivismus wird ihm den Parteivorsitz nicht sichern. Die Bürger wollen keine neuen PR-Aktionen, sondern eine andere Politik. Diese gibt es nur nach einem Wahlsieg der AfD.“
Ihr Kollege Ulrich Singer, ebenfalls AfD-Fraktionsvorsitzender, ergänzt:
„Die Bürger haben Söders-Selbstinszenierung satt. Sie lassen sich nicht mehr mit neuen Talk-Formaten und wertlosen Versprechungen abspeisen. Als Ministerpräsident trägt Söder Regierungsverantwortung und muss Probleme lösen. Er sollte endlich handeln, anstatt erst jetzt in einer ‚Denkwerkstatt‘ mit dem Denken anzufangen! Aber er weigert sich weiterhin, eine grundlegende Wende einzuleiten: die Rückkehr zu Sozialer Marktwirtschaft und Energiesicherheit, Steuersenkungen statt neuer Schuldenberge, die Remigration illegaler Migranten und Straftäter sowie den Kampf gegen die Kriminalitätsexplosion.“