Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag hat eine „Abschiebeoffensive“ gefordert. In einem Positionspapier zu ihrer Klausur am 6. Januar schlug sie vor, nicht aufenthaltsberechtigte Migranten mit Linienflügen außer Landes zu bringen. Dies soll insbesondere Syrer betreffen, deren Schutzgrund mit dem Ende des Bürgerkriegs entfallen ist. Um deren Remigration umzusetzen, sollten bundesweit Ausreisezentren sowie ein Abschiebeterminal am Münchner Flughafen geschaffen werden. Auch wehrfähige ukrainische Männer müssten „ihren Beitrag zur Verteidigung ihres Landes“ leisten, so der Entwurf.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Christoph Maier, erklärt dazu als remigrationspolitischer Sprecher Folgendes:
„Zwei Monate vor der bayerischen Kommunalwahl fällt es der CSU mal wieder ein, AfD-Forderungen zu übernehmen. Die bayerische AfD-Fraktion hat in ihrem Positionspapier zur Asylpolitik schon längst die Anschaffung eigener Abschiebeflugzeuge des Freistaates vorgeschlagen. Auch den Aufbau eines Zentrums für Rückführungen als neue Landesoberbehörde haben wir schon vor Jahren gefordert. Und im Rahmen unseres Regierungsprogramms haben wir einen ‚Geh-hoam-Plan‘ für abgelehnte Asylbewerber, illegal eingereiste Migranten uns ausländische Straftäter vorgelegt. Es ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, wenn die CSU in ihrer Angst vor den Wahlen nun genau das von uns abkupfert, wofür sie uns immer beschimpft hat. Die CSU hat weder auf Bundes- noch auf Landesebene geliefert. Die Bürger haben die hohlen Phrasen und das Wahlkampfgetöse satt. Sie wissen die billige Kopie vom Original zu unterscheiden. Andere reden – wir handeln: Nur die AfD wird tatsächlich für Remigration sorgen.“